Rennrad-Fieber
 
Samstag, 4. Februar 2012
Centurion Hyperdrive 4300

Jens´ schwarzer Kämpfer

RadCenturion Hyperdrive 4300 (Modell 2007)
GabelADK, Carbon mir Alu-Schaft
GruppeShimano Ultegra 2*10 mit 50-34 / SRAM 11-28
Anbau KomponentenProcraft, Scorpo, Syntace
LaufräderMavic Aksium Race
BereifungContinental Grand Prix 4000 S
SattelSpezialized Toupé
PedaleSpeedplay Zero
TachoSigma 1606 L, Polar CS 600


Ein Rennradkauf ist keine einfache und zügige Angelegenheit, zumindest war es das für mich nicht. Fachhändler wurden abgeklappert, Räder Probe gefahren, Internetrecherchen angestellt und Meinungen anderer Rennradfahrer waren gefragt. Doch nicht alles war hilfreich, ganz im Gegenteil, so manche Informationen bereiteten mir noch mehr Kopfzerbrechen im Hinblick auf eine "Investition fürs (Sportler-)Leben". 

 "Große" Fabrikate wurden angepriesen, bestes und neuestes Material, teure Maschinen! Aber ich entschied mich letztendlich für ein Hyperdrive 4300 der Marke Centurion, und ich glaube diese Entscheidung schon innerlich beim ersten Anblick des Rades getan zu haben. Natürlich bleibt zu erwähnen, dass ich dieses Rad beim Händler in meiner Heimatstadt erwerben konnte und somit Service und Werkstattaspekt eine gewisse Rolle beim Kauf spielten, aber vielmehr Kaufentscheidend war dieser geile Renner! 

Gute und zuverlässige Komponenten waren mir wichtig, ebenso ein eher klassischer Rahmen ohne auffallend wirkende Designelemente: einfach schnörkellos! Gewicht spielte keine große Rolle, deshalb auch nicht der zwanghafte Griff zu Carbonteilen. Rahmen und Anbauteile aus Aluminium sind zudem günstiger und bescherten mir so einen preiswerten aber qualitativ hochwertigen Einstieg in den Rennrad Sport.

Das Rad ist komplett mit einer Ultegra-Gruppe von Shimano ausgestattet und erlaubt mir so zuverlässiges, präzises  Schalten und sicheres Bremsen. Die Schaltung muss gut eingestellt sowie ab und zu nachjustiert werden, doch dann besticht sie mit tadelloser Arbeit. Für die Dreifach-Kurbel entschied ich mich recht schnell, und obwohl ich mittlerweile wohl eher eine Zweifach-Kurbel montieren würde, so war die damalige Entscheidung sicherlich erfahrungsbringend und stellt in meinen Augen eine Startrampe zur "Rennrad-Sucht" dar. Schließlich hatte ich alle großen Gänge und konnte diese passend einsetzen, doch auch an schlechten Tagen oder wirlich harten Steigungen musste ich nicht aufstecken, sondern konnte in meinem ersten Jahr einfach auf das kleine Blatt wechseln. Und ob ich die Alpenpässe in meinem ersten Jahr mit einer Helden-Kurbel geschafft hätte...?

Besonders überzeugt haben mich die Laufräder des Hyperdrive: Die Mavic Aksium Race. Ein relativ schwerer, preiswerter Systemlaufradsatz, der aber meiner Meinung nach hinsichtlich Design, Aerodynamik, Steifigkeit und somit auch Zuverlässigkeit seinen teureren Konkurenten das Wasser reichen kann. Die schwarzen Messerspeichen sorgen für eine tolle Optik und bestechen mit hoher Steifigkeit. Es genügt an dieser Stelle auch zu sagen: "Laufräder montiert und schon 10.000 km ohne Probleme oder jegliche Korrekturen gefahren." 

 Die weiteren Anbauteile (sprich Vorbau, Lenker, Sattelstütze etc.) sehen schick aus, passen zum Gesamtbild und erfüllen ihren Zweck tadellos, was muss man da mehr verlangen. Einzig der Sattel wurde abmontiert und durch einen Toupé von Spezialized ersetzt, aber bei der individuell so unterschiedlichen Sattelempfindung stellt sich mir ohnehin die Frage, warum die Sattelwahl nicht schon immer beim Kauf durch den Kunden erfolgen kann.

Die Erstausstattungs-Reifen waren vom Hersteller Maxxis, Modellbezeichnung "Xenith HorsCatégorie". Ein eher kleiner Name, wenn es um Reifenausrüstung beim Fahrrad geht, dennoch habe ich einzig positive Erfahrungen mit diesem Modell gemacht. Stolze 5600 km leistete dieser Reifen (ohne jegliche Panne!!!), bevor im Hinblick auf die Alpenwoche neue montiert wurden. 

 

Mein Fazit: Von dem ersten Kilometer an hat mir das Rennradfahren Spaß gemacht und hat mich in seinen Bann gezogen. Ich musste noch nie bei schwierigem Profil aufgeben, habe jede Abfahrt sicher meistern können und fühle mich immer wohl. Meine Nase müsste also kilometerlang wachsen, wenn ich sagen würde, mit meinem Centurion nicht zufrieden sein zu können. Dieses Rad läuft unglaublich zuverlässig, agiert bestimmt und präzise, als wäre es ein Teil von mir und besticht in meinen Augen mit einem tollen Anblick. Sicherlich gibt es hier oder dort Kleinigkeiten die mal stören oder man entdeckt Räder oder Komponenten, die einem vielleicht noch besser gefallen könnten. Aber immer wieder, wenn ich mein Rad im Keller stehen sehe, bin ich froh, mich für das Centurion Hyperdrive 4300 entschieden zu haben.