| Tour 3 |
Tour 3 - Sonntag, 02.09.2007 - 74km, 2400Hm |
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![]() | Langsam hoch gefahren zum Albulapass sind wir bestimmt nicht. Die Fülle an Radfahrern aller Art ließ die 21,4 km lange Auffahrt aber wie im Fluge vergehen. So etwas haben wir echt noch nicht erlebt. Was für ein Glück wir hatten, an diesem Tag zwei der tausenden Radfahrer am Albulapass zu sein! Dazu gabs noch einen wolkenfreien blauen Himmel, gefühlte 25°C in der Sonne und kostenlose Getränkeverpflegung an der Strecke. Das einzig störende an diesem nahezu perfekten Tag war der starke Nordwind an der Passhöhe des Albulapasses, aber sei´s drum. |
Albulapass geschlossen? Nicht wahr, oder? Wir spürten die ersten beiden Tage deutlich in den Beinen, machten uns aber auf mit dem Auto nach Alvaneu, um die geplante Runde über Albula und Flüela anzugehen. Doch schon auf der Hinfahrt sahen wir die schockierende Anzeige, der Albulapass sei geschlossen. Trotzdem machten wir uns bei super Wetter auf die Räder, fuhren Richtung Filisur und betrachteten nochmals das besagte Schild. Auch schon andere Rennfahrer standen davor und konnten genauso wenig nachvollziehen, was dies zu bedeuten hätte.
Wir entdeckten ein weiteres Schild: Slow-up-Veranstaltung am Albulapass. Ungewiss, was das für ein Event sein sollte, radelten wir Richtung Filisur. Uns kamen schon einige Fahrer entgegen und immer wieder überkommt uns der schlechte Gedanke, dass wir bald umdrehen müssten. In Filisur aber Entwarnung, und noch viel besser: Der Albulapass war an diesem Tage für den motorisierten Verkehr komplett gesperrt. Was für ein Glück! Eigentlich wollten wir die Runde einen Tag vorher machen und hätten nie diesen geilen Tag erlebt. Folglich waren wir alleine mit Fahrradfahrern, Rollerbladern und Fußgängern unterwegs zum Gipfel. Wahrhaftig alle nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer sind da hoch, sei es der sportliche Rennradler, zahlreiche Mountainbiker, Mutter mit Kindersitz oder die Kinder selber auf ihren kleinen Miki-Maus-Rädchen. | ![]() ![]() |
![]() | Volksfest auf dem Berg Am Himmel war keine Wolke und die Aussicht einfach genial. Wir überholten Radler um Radler und konnten auf Grund der Fülle an Radlern einen super Schlussspurt ansetzen. Stolz waren wir, dass uns niemand bergauf überholt hat. Das gibt einem Selbstvertrauen. Anfangs geht der Anstieg gemächlich los, um plötzlich für ca. 3km sehr steil zu werden. Hier fährt man unter den charakteristischen Felsüberhängen durch. Nach einer weiteren Flachpassage durch Bergün durch folgt ein weiteres Steilstück, in der die Rhätische Bahn mehrmals über zahlreiche Viadukte die Straße überquert. Über der Baumgrenze pendelt sich die Steigung bei 7% ein und die Passhöhe ist schon von weitem zu erahnen. |
Oben angekommen ist die Aussicht von der Passhöhe nicht gerade eine der Schönen, aber das im Zuge der Slow-Up Veranstaltung organisierte Fest am Pass entschädigt bestens dafür. Gut gelaunte Menschen, die sich über die eigene als auch die Leistung der anderen Sportler freuen. Hier oben konnte man Sonne tanken, Suppe löffeln, Getränke auffüllen oder die Radler beim Überfahren der Passlinie beklatschen. Die Abfahrt nach La Punt war dann sehr anstrengend. Sie ist steil und hat zahlreiche Serpentinen. Zwischendurch mussten wir doch tatsächlich mal anhalten, um den Bremsen eine Verschnaufpause zu gönnen.
Die Entscheidung: Flüela oder kein Autoverkehr... In La Punt angekommen stellten wir die Räder an der Brücke ab, machten wie üblich einige Fotos, zogen die Jacke aus und überlegten: "Fahren wir die weitaus längere Runde zum Flüela oder fahren wir direkt zurück über den Albula". Die schon sehr angeschlagenen Beine und die Sperrung des Albula für den motorisierten Verkehr sprachen klar für letztere Möglichkeit. Also machten wir kehrt, schalteten vom letzten in den ersten Gang, um nochmals den Albulapass in Angriff zu nehmen. Diese Seite des Albulapass ist auf den ersten Kilometern echt sausteil. Wir hätten nie gedacht, dass man mit dem Rennrad länger 8 oder 9 km/h fahren kann, aber mehr war da unten einfach nicht drin. | |
| Julierpass: Leider mit dem Auto Da wir schon um 16 Uhr vorm Auto standen, entschlossen wir uns, mit dem Auto den Julierpass zu erkunden. Allerdings machten wir einen kleinen Abstecher über Mon, eine Umfahrung der ersten Kilometer des Julierpass. In Cunter gelangt diese Straße wieder auf die Julierstraße. Der Anstieg nach Mon hat auf den ersten Kilometern über 10% im Schnitt, aber Autoverkehr ist hier Fehlanzeige und man hat einen grandiosen Ausblick Richtung Savognin oder Lenzerheide. Nach Salouf gibts ne kleine Abfahrt und vor Cunter einen kurzen Gegenanstieg. Im Vergleich dazu ist die Julierstraße sehr stark befahren und für den Rennradler gibt es bessere Möglichkeiten, gen Süden zu kommen. |










