| Tour 4 |
Tour 4 - Montag, 03.09.2007 - 44-74km, 650-1400Hm |
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| Abschied von Savognin Der Wecker klingelte pünktlich um 8.00 Uhr, da wir bis 10 Uhr die Wohnung verlassen mussten. Heute ist unser Ruhetag, am Morgen davon kein Gespür! So packten wir die letzten Sachen, beluden das Auto und Jens machte sein Rennrad startklar. Nachdem die Wohnung bezahlt war, gings auch schon los richtung Andermatt... aber natürlich nicht ohne zwischendurch auf dem Rad zu sitzen. Jens startete direkt in Savognin mit dem Rennrad in die kühle Abfahrt nach Tiefencastel, schließlich wollte auch er den Temporausch der Julierabfahrt erleben dürfen, den Benni schon am ersten Tag genießen durfte. Der Wind stand am heutigen Tag etwas schlecht, so war die 80 km/h Marke von Benni nicht zu übertreffen. | |
![]() | Sommerlicher Traumanstieg Für Jens ging es erstmal bergauf in Richtung Abzweig Mutten. Die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite und die Temperaturen erreichten an diesem Tag über 20°C. Kurze Hose, Knielinge, Ärmelloses Hemd: Kaum zu glauben, gerade im Hinblick auf den folgenden Tag. Eine Sache galt es also in dieser Gegend noch zu erledigen, zumindest für Jens: Der Anstieg hinauf nach Ober-Mutten, der sich in Google-Earth als reinste Serpentinenstraße zeigte. 1000Hm sollten sich erstrecken auf knapp 7-8 km. |
Eigentlich zu hart für den Ruhetag, aber Jens wollte seinen Worten auch Taten folgen lassen. Da musste er aber alleine durch! Benni wollte seinen Ruhetag und fuhr nur mit ins urige Valsertal, welches bei weitem nicht diese zweistelligen Steigungsprozente aufweist. Sogar auf den Oberalppas ging es an diesem Tag noch, nur leider mit dem Auto und auch schon weitaus schlechterem Wetter. | |
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Anstieg nach Mutten Die Straße nach Ober-Mutten ist uns in Google Earth aufgefallen, da sie über zahlreiche Serpentinen verfügt (ähnlich der Montvernier Serpentinenstraße). Über die Steilheit waren wir uns nicht im klaren, aber der Straßenverlauf weist schon im unteren Teil steilste Stücke auf. Der Anstieg nach Mutten zeigte sich als wunderschöne Serpentinenstrecke, meist nur für ein Auto breit, aber bestens ausgebaute Straßen, abwechslungsreiche Ecken und traumhaft verschlafene Bergdörfer. Jens also mit dem Rennrad hoch und Benni mit dem Auto hinterher. Natürlich war Benni beim Anblick dieses unglaublich schönen Anstieges etwas neidisch, so durfte er nur Fotos schießen und in einem Tunneln Licht-Unterstützung leisten. |
| Straßen wie gemalt für den Rennradler In Mutten war der Anstieg leider schon zu Ende, eine Baustelle versperrte den Weg zu den letzten Höhenmetern. Schade, denn gerade die obersten Meter waren fantastisch. Man schlängelte sich auf schmälsten Straßen, die weit über 9% aufwiesen, durch kleine Bergdörfer. Mit jedem Meter gewann man auch an Höhe, und der Ausblick wurde immer herrlicher. Wahrscheinlich hatte Benni im Auto mehr geschwitzt als er Jens auf dem Fahrrad, aber der Ausblick war für beide grandios. In der Abfahrt von Mutten zeigte sich wie so oft, dass es mit dem Fahrrad wesentlich schneller geht. Einfach herrlich, die schmalen Straßen nun mit Tempo 75 km/h und mehr zu überfliegen. | |
| Kurbeln im Valsertal Wieder heil unten angekommen, fuhren wir dann zusammen im Auto nach Ilanz, um diesmal gemeinsam 22 km hinauf nach Vals zu absolvieren. Das Valsertal ist sehr schön, es gibt tiefe Schluchten und einen rauschenden Fluss. Gestört haben nur die vielen dicken LKW’s, über die man zunächst rätseln durfte, was sie wohl hier verloren hätten. Doch in Vals angekommen war dies geklärt, da dort das Valser Wasser abgefüllt und verladen wird. Man glaubt kaum, dass sich hinter einem so langen Tal, mit weit und breit nichts, noch eine mittelgroße „Stadt“ verbirgt, die sogar eine Disco zu bieten hat.
Die Auffahrt verlief sehr locker, keiner setzte unnötige Energien um oder versuchte die Muskulatur zu überanstrengen. Im Prinzip kam es einem Ausfahren gleich, nur ging es dabei berghoch. Auch mit diesem zufällig ausgewählten Tourenstück waren wir überaus zufrieden. Generell bleibt zu erwähnen, dass wahrscheinlich jedes Tal hier in der Gegend mit dem Rad schön zu fahren ist und in gewisser Hinsicht unterschiedliche Reize bietet. Egal ob Straßenbaukunst, Dorfanblick oder das Bergpanorama, die Augen wurden stets aufgerissen und die Kamera weilte nie sehr lange in den Taschen. |
Nach Vals ging es dann sogar noch mal ca. 250 Höhenmeter weiter zu einem Tunnel, wo dann endgültig Schluss war. Hier wurde sich noch einmal gestärkt, die Jacke drüber gezogen und ab in die Abfahrt zum Auto gestürzt. So wurden es für Benni ca. 44 km mit nur wenigen sehr steilen Stellen, also perfekt für den geplanten Ruhetag. Jens hatte ca. 30 km mehr auf dem Tacho stehen, aber auch er war weitesgehend ausgeruht für die kommenden Tage. Abends wollten wir endlich mal wieder Fleisch essen und so kauften wir im Coop in Disentis noch viel Pute und leckere Zutaten für einen Salat. | |
| Wetterwechsel Als wir uns dann auf den Weg machten, um über den Oberalppass nach Andermatt zu fahren, zog sich die Wolkendecke doch immer weiter zu und die ersten Tropfen ließen nicht lange auf sich warten. Zum Glück saßen wir im Trockenen, aber ahnten schon, dass es am nächsten Tag so weiter gehen würde. Die Wohnung in Andermatt war im Vergleich zu der in Savognin ganz anders. Ein uriges Haus mit einem „Studio“ für uns. Quasi 1 Zimmer, dass als Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer diente. Dazu noch ein kleines Bad. Aber alles war neu und überaus praktisch eingerichtet…minimale Küchenzeile mit allem, was man braucht, die Betten in einem Schrank versteckt, ein kleiner Esstisch ausreichend für zwei Personen und sogar einer recht großen Terasse. |
Kalte Vorhersagen Wir installierten direkt das Thermometer, dass uns leider Temperaturen von unter 5°C anzeigte. Für den nächsten Tag planten wir vorerst mal gar nichts, die Wettervorhersage hatte schließlich verblüffende Neuigkeiten: Am nächsten Tag solle es schneien! | ![]() |










