| Jens |
Schon als Kind habe ich gerne auf meinem Fahrrad gesessen, jedoch beschränkten sich die Touren damals auf Hin- und Rückweg zum Fußballtraining. Wie etliche meiner Freunde konnte auch ich mich für den Fußball begeistern, der Traum vom Star schwebte einem vor, Fußball war Medienthema Nummer 1. Es war toll in einer meist erfolgreichen Mannschaft zu spielen, doch nach einigen Jahren suchte ich auch nach neuen sportlichen Herausforderungen. Es zog mich immer öfter auf den Street Court, wo ich von anderen ermutigt, mir die Begeisterung und die Grundlagen für das Basketball schuf. Nach 10 sehr schönen Jahren im Fußballverein quittierte ich meine Mitgliedschaft und meldete mich in einem Basketballverein an. Dieser Sport war einfach perfekt: schnell, athletisch, spektakulär! Leider bat dieser Verein keine Möglichkeit eines strukturierten Trainings, dennoch lernte ich von Spiel zu Spiel hinzu und konnte in der Mannschaft mithalten. Oft wünschte ich mir, Basketball schön früher entdeckt zu haben, denn dieser Sport war einfach mein Ding! Aber nebenbei entwickelte sich ganz langsam noch die Lust am Fahrrad fahren. Initialpunkt war eine von der Kirche organisierte Spendenaktion, bei der pro gefahrenem Kilometer gewisse Geldbeträge gespendet wurden. Ich saß auf meinem kleinen Mountainbike und drehte bei herrlichem Wetter Runde für Runde, angespornt von meiner persönlichen Leistungsfähigkeit aber auch dem Ziel, die meisten km zu fahren! Am Ende hatte ich mit 140km tatsächlich die meisten Kilometer gefahren, ein Grundstein, der mich anreizte, im nächsten Jahr mit 165km meine eigene Leistung zu überbieten. Benni und ich fuhren nun ab und an (neben Basketball bei mir und Tennis bei Benni) mit unseren alten und mittlerweile recht kleinen Mountainbikes in den nahen Odenwald. Der sportliche Wettkampf und die Möglichkeit, die eigenen Grenzen zu entdecken, spornten uns weiter an. Benni erwarb ein Crossrad, nun war er schneller und schwärmte von diesem Rad. Also musste auch bei mir eines her, ein Wheeler 5600 Alurad. Jetzt waren wir wieder auf gleichem Techniklevel, die Touren wurden länger und vor allem schneller! Und wie diese Entwicklung schließlich verlangte, besaß Benni schon bald sein eigenes Rennrad! Ich war sehr angetan von diesem Rennrad, doch war die Begeisterung für das Basketball so hoch, dass ich weiterhin "nur" mit meinem Crossrad fuhr. Das Basketball war neben der Erkenntnis, dass Benni nun weitaus besser Fahrrad fuhr, ein Grund dafür, dass mein Crosser nur noch für "Einkaufstouren" aus der Garage kam. Das Tourenfahren wurde von mir weitesgehend vermieden, ich wollte einfach im Basketball mehr erreichen. Fast hätte ich dies mit dem Wechsel zu einem anderen Verein auch geschafft, aber Zivildienst, Studium und zunehmende Knieschmerzen ließen mich zum vorherigen Basketballverein zurückkehren und zeigten mir meine Grenzen auf. Einem war es sofort klar: Benni. Er drängte auf den Kauf eines Rennrades und war somit auch verantwortlich für meine neue Begeisterung: Rennrad fahren! Ich bin ihm dankbar dafür und genieße seitdem die unzähligen Kilometer die ich seit März 2007 erleben durfte. Seitdem habe ich auch viele andere Rennradler kennengelernt und mit der Radsportgruppe Citybike in Darmstadt ein tolle Möglichkeit gefunden, regelmäßig in großer Gesellschaft unterwegs zu sein. Bisheriger Höhepunkt war sicherlich die Pässetour in der Schweiz, die ich mit Benni unternahm. Aber ich glaube, dass dies erst der Anfang war, denn der unbeschreibliche Speed, die feine Technik und Materialmöglichkeit, die aus eigener Kraft überwundenen Berge und Täler, die landschaftlichen Reize sowie die kameradschaftliche Erfahrung machen jede neue Ausfahrt mit dem Rennrad zu einer wundervollen sportlichen Betätigung!
|
|||






